Japan und seine Nachbarn

Das Streben nach Vollkommenheit


Im 19. Jahrhundert befand der französische Schriftsteller Alfred de Musset, dass Perfektion nicht existiert: „Nach ihr zu streben, ist die gefährlichste Art der Verrücktheit.“ Gut, dass die japanische Kultur sich davon nicht beirren ließ.

 

Wer Perfektion tatsächlich anstrebt, erntet häufig Frustration. Darüber sind Wissenschaftler sich einig. Wir Deutschen gelten als fleißig, erfolgsorientiert und präzise. Tatsächlich gilt Präzision in unserer „Made in Germany“-Kultur als gut und erstrebenswert. Perfektion hingegen ist out, haftet ihr doch etwas Verbissenes an. So vermag der Blick in den fernen Osten, genau genommen nach Japan, durchaus irritieren, denn zu den wichtigsten Werten der japanischen Gesellschaft zählen Selbstkontrolle, Selbstdisziplin – und absolute, vollkommene Perfektion.

 

Es scheint, als würden Japaner vieles still beobachten, aufmerksam lernen, gekonnt adaptieren und mit einer Prise Innovation, Tradition und dem Streben nach Perfektion verbessern oder sich zu eigen machen. So verwundert es nicht, dass die Spirituosen-Kultur Japans boomt. Manches Ursprungsrezept und -Konzept erinnert an amerikanische und europäische Destillier- und Brau-Traditionen. Weiterentwickelt und verwoben mit kulturellen Besonderheiten, einheimischen Botanicals und landestypischen Herstellungsspezifikationen entstand daraus eine ureigene, typisch japanische Kultur. Sake, Bier, Gin und Whisky gehören heute zu den Erfolgsprodukten und Export-Schlagern des kleinen Inselstaates.

 

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